Zusammenspiel?
Musikprojekte an der Schnittstelle von Kultur- und Bildungseinrichtungen
Editorial
Nicht ohne Stolz legt der Hildegard-Junker-Verlag das neunte Sonderheft (S 9) zu seiner Vierteljahresschrift („Diskussion Musikpädagogik“) vor. Auch in diesem Sonderheft nimmt der Verlag ein Thema und eine noch „unanswered question“ auf. Neben anderen im Aufbruch befindlichen Wandlungen und Problemen der Musikpädagogik, wie etwa die Opernpädagogik (szenische Interpretation), die Musiklehrerausbildung, der auf Kompetenzen ausgerichtete Musikunterricht, die Musikvermittlung für Erwachsene ... fasst das Sonderheft 9 die Referate der Karlsruher Tagung über das Verhältnis von Musikunterricht und Angeboten der Musikvermittlung zusammen. In dieser Tagung war es gelungen, die „Schnittstellen“ zwischen dem Musikunterricht und der Vielzahl der Vermittlungsangebote von außerschulischen Institutionen zu verdeutlichen. Die Probleme zwischen beiden Arten der Musikpädagogik sind in der unzureichenden Kenntnis des Musiklebens einerseits und der unzureichenden Kenntnis der notwendigen pädagogischen Bemühungen zu finden.
Hier warten, wie sich auf der Tagung zeigte, viele ungelöste Fragen auf Antworten. Ob sie im Mangel an der wissenschaftlichen Aufarbeitung der „Schnittstellen-Theorie“ liegen oder einfach „nur“ in der mangelnden intensiven Beschäftigung mit dem, was Musik Menschen anbietet, wurde auf der Tagung mehr gestreift als thematisiert.
Als sehr verdienstvoll ist die Leistung des Tagungsleiters Johannes Voit zu bewerten, dem es mit der Zusammenstellung des Tagungsbandes gelingt, sowohl von der Tagung zu berichten als auch einen wichtigen Schritt der Erörterung eines Konzepts der Musikvermittlung zu verdeutlichen.
Christoph Richter, Schriftleiter und Mitherausgeber der Zeitschrift
„Diskussion Musikpädagogik“ und ihrer Sonderhefte
DMP-S9 - Zusammenspiel?
Artikelnummer: DMP-Sonderheft-09
14,90 €Preis
inkl. MwSt. |
